Weil ich mich in dem Moment, in dem ich im Rennauto sitze und fahre, frei fühle.
Mit acht bin ich das erste Mal Kart gefahren und war ab der ersten Minute Feuer und Flamme. Ein damaliger Freund hatte von seinem Vater ein Go-Kart geschenkt bekommen, auf dem Firmengelände der Familie im Allgäu sind wir ständig herumgefahren. Ich habe meinen Vater so lange bearbeitet, bis ich ein gebrauchtes Leihkart von der Kartbahn in Neu-Ulm bekam. Von da an habe ich jede Sekunde daran gedacht, das irgendwann zu meinem Beruf zu machen.
Im Kartsport war irgendwann das Geld das Problem und es ging nicht mehr weiter. Über Talentsichtungen habe ich mich hochgearbeitet. Nach einer Sichtung hatte ich die Chance, für das halbe Budget eine Saison zu starten. Damals gab es nur den klassischen Weg: von Firma zu Firma im Allgäu, bis ich 50.000 Euro beieinander hatte und die erste Saison losgehen konnte.
Ich habe dann mit Prosport Performance Kundenevents, Sponsoren und Renntaxi-Fahrten aufgebaut. So ging es von der GT4 über den Cup-Porsche und den Lamborghini Super Trofeo bis in den GT3. 2018 habe ich außerdem ein Crowdfunding-Projekt gestartet und darin in nur 10 Tagen 12.000 Euro zusammengebracht, um beim 24h-Rennen am Nürburgring zu starten.
Heute fahre ich GT3 auf der Nordschleife. Vor 15 Jahren wäre genau das mein Hauptziel gewesen, und ich habe es erreicht. Ein Ziel wäre noch, in Le Mans und Spa zu starten. Es gibt viele Rennen, die noch cool wären, zum Beispiel das 24-Stunden-Rennen in Daytona. Aber die Nordschleife ist die geilste, längste und emotionalste Rennstrecke der Welt.
Außerhalb der Strecke gehört meine Zeit dem Sport, dem Sim-Racing und vor allem meiner Familie: meiner Frau Roxi und unseren zwei Kindern. Früher war für mich der Klassensieg beim 24-Stunden-Rennen der schönste Moment meines Lebens. Seit die Kinder da sind und mit der Hochzeit ist das ein anderes Level.
2018 war Roxi das erste Mal bei einem Rennen dabei. Ich habe sie in meinen Rennsimulator gesetzt und mit ihr drei, vier Tage lang die Nordschleife abgefahren. Dann habe ich einen Trackday gebucht und sie auf die Strecke geschickt. Ihre erste Runde auf der Nordschleife dauerte gut zwölf Minuten, dann hat sie sich bis auf neun Minuten zehn verbessert. Da wusste ich: Die kann bleiben.
Ohne ihre Unterstützung nach dem harten Jahr 2018/19 wäre bei mir wahrscheinlich Schluss gewesen.
Aus einer Geschäftsbeziehung hat sich eine echte Freundschaft entwickelt. Darüber bin ich sehr dankbar. Zudem ist sein Netzwerk die perfekte Plattform, um neue Partner kennenzulernen.
Marco und WattPower haben den Schritt vom Cup-Porsche zurück in den GT3 möglich gemacht.
Aus Drift-Trainings am Sachsenring wurde mit der Zeit eine echte Leidenschaft, die bis zu gemeinsamen Kunden- und Renntaxi-Events und zur Partnerschaft als Sponsor gewachsen ist. Kennengelernt habe ich Primo Group über Hollfelder.
Mein Steuerberater, der mich über die Jahre immer mitverfolgt hat. Seit diesem Jahr stehen sie auch als Sponsor und Partner an meiner Seite. Das diesjährige Kunden- und Partner-Event am Nürburgring war ein voller Erfolg und hat riesigen Spaß gemacht.
Fahrzeugvorbereitung, Nachbereitung und Motivation: Die Jungs haben Bock und geben Gas.